CESI–Forderungen zum Weltfrauentag

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„Vor 100 Jahren haben wir in Deutschland das Frauenwahlrecht erkämpft und heute reden wir über Gewalt gegen Frauen und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Hat sich in den letzten 100 Jahren wirklich so wenig verändert?“, fragte die stellvertretende dbb Bundesvorsitzende und Vorsitzende der CESI Kommission für Gleichstellung Kirsten Lühmann. Am Weltfrauentag, den 8. März 2018, trafen sich die CESI Kommission Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM) und die Kommission Beschäftigung und Soziale Angelegenheiten (SOC) zu ihrer gemeinsamen Sitzung in Brüssel.

„Die Zeit für eine Richtlinie über die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist jetzt, denn es wird Zeit umzudenken“, fordert die FEMM-Vorsitzende Lühmann. „Eltern-, Betreuungs- und Pflegezeiten, die auch Männer in Anspruch nehmen, sind keine Kosten, es sind Investitionen in die Zukunft.“ Die FEMM-Kommission verabschiedete zudem mit Unterstützung der European Women‘s Lobby ein ambitioniertes Papier gegen Gewalt an Frauen, um das bestehende System von wenig wirksamen Sanktionen zu beenden.

 

„Deutschland ist seit Jahren das Land mit dem kleinsten öffentlichen Dienst in Europa.“, stellte Susanne Kraatz, nationale Sachverständige für Wirtschaftspolitik des Europäischen Parlaments, in der SOC-Sitzung dar. Die Studie des Europäischen Parlaments zu den Risiken von prekärer Beschäftigung im Öffentlichen Dienst kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass im Öffentlichen Dienst in Europa allgemein bessere Arbeitsbedingungen, bessere Aufstiegschancen und eine höhere Arbeitsplatzsicherheit herrschen. „Den leichten aber stetigen Anstieg der atypischen Beschäftigungsverhältnisse dürfen wir aber keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen“, stellt die stellvertretende Vorsitzende der SOC-Kommission Siglinde Hasse klar.

 

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