Nordrhein-Westfalen:

Beamtenbesoldung „irgendwo im Mittelfeld“

Der Deutsche Beamtenbund Nordrhein-Westfalen (DBB NRW) hat am 25. April 2018 darauf hingewiesen, dass die Besoldung der Landesbeamten im bundesweiten Vergleich nicht mithalten könne.

Je nach Besoldungsgruppe gingen die Unterschiede deutlich auseinander. Allgemein lasse sich festhalten, dass die Besoldung in Bayern und beim Bund durchgängig deutlich besser ist als in anderen Bundesländern. Nordrhein-Westfalen fände sich in der Regel irgendwo im Mittelfeld, meist auf den Plätzen sechs bis neun. Noch schlechter werde das Bild unter Einbeziehung der Arbeitszeit: In Nordrhein-Westfalen arbeiteten Beamte wöchentlich 41 Stunden, in Bayern dagegen nur 40 Stunden. Berechne man diesen Umstand ein, liege NRW sogar eher zwischen dem zehnten und zwölften Platz.

 

„Es ist absehbar, dass sich die Unterschiede perspektivisch noch weiter verstärken werden“, erklärt Roland Staude, 1. Vorsitzender des DBB NRW. „Dabei können schon heute im öffentlichen Dienst, gerade im gehobenen und höheren Dienst, zahlreiche Stellen nicht mehr besetzt werden.“ Deswegen sei dringend eine Attraktivitätsoffensive für den öffentlichen Dienst notwendig. In dem Zusammenhang gehöre auch die aktuelle Besoldungsstruktur auf den Prüfstand, insbesondere mit Blick auf die Gewinnung von qualifizierten Nachwuchskräften.

 

„Darüber hinaus muss auch über eine Absenkung der Wochenarbeitszeit nachgedacht werden“, so der DBB NRW Vorsitzende. „Denn für junge Menschen wird die so genannte Work-Life-Balance immer wichtiger. Da kann eine überdurchschnittlich hohe Wochenarbeitszeit ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen den öffentlichen Dienst sein.“

 

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