Sicherheitskräfte an Flughäfen

Arbeitgebervorschlag zur Entgeltstruktur

  • Pictogramm Flughaefen

Am 15. November 2018 fand eine weitere Verhandlungsrunde in den Tarifverhandlungen für die Sicherheitskräfte an Flughäfen zwischen dem dbb und dem Arbeitgeberverband BDLS statt. Die Arbeitgeberseite hat dem dbb ein Modell für eine bundesweit geltende Entgeltstruktur vorgeschlagen.

Danach sollen die Stundenentgelte der verschiedenen Berufsgruppen bundesweit schrittweise angeglichen und Unterschiede in der Vergütung der Berufsgruppen verringert werden. Die Mitglieder der dbb Verhandlungskommission sind der Ansicht, auf der Grundlage dieses Vorschlags weiter verhandeln zu können, obwohl viele Details offen sind. So müssen aus Sicht des dbb auch regionale Vergütungsunterschiede abgeschafft werden. Letztlich wird auch die Höhe der Entgelte in den verschiedenen Berufsgruppen maßgeblich dafür sein, ob die Kolleginnen und Kollegen das vorgeschlagene Modell annehmen können.

 

Immer noch kein Arbeitgeberangebot

Für eine konkrete Entgelterhöhung haben die Arbeitgeber nach wie vor kein Angebot vorgelegt. Der dbb hat klargestellt, dass er bis zur nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot erwartet, das auch die Forderungen für Zeitzuschläge sowie für ein Eingruppierungssystem beinhaltet, das mehr Berufsgruppen wie zum Beispiel Führungskräfte erfassen muss als bisher.

 

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 7. Dezember 2018 in Frankfurt statt.

 

Hintergrund

Neben regional vereinbarten Entgelttarifverträgen für die Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen hat der dbb im Jahr 2013 mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) einen bundesweit geltenden Manteltarifvertrag abgeschlossen, in dem unter anderem Regelungen zu den Themen Arbeitszeit, Urlaub, Entgeltfortzahlung, Jahressonderzahlung und Prämienleistungen enthalten sind. Diese Mantelregelungen hat der dbb zum Jahresende gekündigt. Die Entgeltregelungen wurden ebenfalls gekündigt.

Der dbb setzt sich für einen bundesweit geltenden Entgelttarifvertrag, verbesserte Mantelregelungen sowie eine Neuregelung des Entgeltrahmens – unter anderem der Zeitzuschläge – ein. Inzwischen ist auf Arbeitgeberseite nicht mehr der BDSW, sondern der BDLS für die Luftsicherheit zuständig.

 

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