Alterspräsident des Bundestages: Seniorenpolitik ist Innovationspolitik

„Seniorenpolitik ist in weiten Bereichen Innovationspolitik.“ Das stellt Heinz Riesenhuber, Alterspräsident des Deutschen Bundestages, in einem Gespräch mit dem dbb Seniorenmagazin „Aktiv im Ruhestand“ (Ausgabe Januar/Februar 2014) fest. „Sie kann auch nur dann gelingen, wenn Alt und Jung gemeinsam neue Wege gehen und ihre Ideen austauschen“, so Riesenhuber.

„Der demografische Wandel, die alternde Gesellschaft stellen uns vor große Herausforderungen und bieten gleichzeitig neue Chancen. Wir brauchen daher frische Ideen und Ansätze in allen Politikbereichen – nicht nur in den klassischen Feldern der Seniorenpolitik wie Gesundheit, Pflege, Rente, Ehrenamt, sondern immer mehr auch bei Mobilität, Infrastruktur, Weiterbildung, Arbeit, Forschung und Technik“, forderte der 79-jährige CDU-Politiker, der bereits Alterspräsident des 17. Deutschen Bundestages (2009-2013) war.

 

Gebraucht werde zunächst „ein neues Altersbild in der Gesellschaft“, die heute nicht mehr auf die Kompertenz und Erfahrung der Älteren verzichten könne, wenn sie eine Zukunft haben will, so der Alterspräsident. „Altersgrenzen müssen auf den Prüfstand und die Wirtschaft braucht mehr neue Arbeits- und Weiterbildungskonzepte für ältere Mitarbeiter. Andererseits wächst ein immer größerer Markt für die ‚Silver Ager‘ heran, dessen Grenzen nach oben offen sind und der Wirtschaftswachstum generiert.“

 

„Um unsere alternde Gesellschaft optimal zu organisieren, sollten sich Ältere auch noch stärker in die poltiischen Aktivitäten vor Ort einbringen“, regte Riesenhuber an, aber dafür müsse die Politik ihnen auch mehr Spielräume eröffnen.

 

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