Akademie Europa der CESI: Dietmar Knecht zum Vize gewählt

Der Vorsitzende des dbb Landesbundes Mecklenburg-Vorpommern, Dietmar Knecht, der auch die Grundsatzkommission für Europa des dbb leitet, ist Ende Juni 2017 in Brüssel an die Spitze der Akademie Europa der CESI gewählt worden.

Als Stellvertreter des neuen Akademiepräsidenten Jean-Claude Halter will Knecht gemeinsam mit dem französischen Kollegen neue Akzente setzen. „Wir wollen die Themen Digitalisierung und moderne Formen der Arbeit nach vorne bringen“, so der neue Akademie-Vize. Knecht erwartet, dass die Akademie Europa der CESI in nächsten Jahren stärker von europäischen Fördermitteln wird profitieren können. „Die Europäische Kommission setzt auf die Sozialpartner und misst der sozialen Dimension Europas größte Bedeutung bei“, zeigt sich Knecht überzeugt.

 

Knecht sieht großen Bedarf für Fortbildung im europäischen Arbeitnehmer- und Beamtenbereich: „Die öffentlichen Dienste der EU-Mitgliedstaaten sind durch viele schwierige Jahre gegangen. Auf die im Grunde europaweite Doktrin des schlanken Staates folgten die Jahre der Weltfinanz- und Schuldenkrise. Den Mitarbeitern bleibt kaum eine Atempause, denn inzwischen beschleunigt sich die Digitalisierung sehr stark. Diese Entwicklungen können zu massiven Belastungen führen. Es ist daher unverzichtbar, dass sie zum Gegenstand auch des europäischen sozialen Dialogs werden. Mit unseren Fortbildungsangeboten machen wir unsere Mitglieder fit für die Auseinandersetzungen der Zukunft und leisten zudem einen aktiven Beitrag zu europäischem Erfahrungsaustausch“, so Knecht.

 

Besonders wertvoll an den Fachtagungen der Akademie Europa der CESI seien die Folgemaßnahmen, verstärkte Kooperationen zwischen den CESI-Mitgliedsorganisationen, aber auch weitere Arbeiten in den Gremien der CESI und Impulse für die Ausschüsse des sozialen Dialogs auf europäischer Ebene. „Wir brauchen das Know-how, um zu guten Arbeitsbedingungen überall in der EU beizutragen. Gute Arbeit ohne sozialen Dialog ist kaum vorstellbar. Und qualifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten gehören untrennbar dazu, sind eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg unserer Gewerkschaftsarbeit.“

 

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