Letzter Tag vor dritter Verhandlungsrunde

1.000 Teilnehmer bei Großkundgebung in Erfurt

In der Tarifauseinandersetzung mit den Ländern haben sich am 6. März 2013 rund 1.000 Landesbeschäftigte in Erfurt an einer Großkundgebung auf dem Fischmarkt und vor der Staatskanzlei beteiligt. Unter den Teilnehmern waren etwa drei Viertel Lehrer.

„Gute Bildung gibt es nicht zum Nulltarif“, machte Bernd Fröhlich, Mitglied der Bundestarifkommission des dbb und stellvertretender Vorsitzender des thüringer lehrerverbandes (tlv) im tbb, auf der Kundgebung vor der Erfurter Staatskanzlei deutlich.

 

Mit Blick auf die am 7. März startende entscheidende Runde der Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Potsdam warnte zudem der Landesvorsitzende des Thüringer Beamtenbundes (tbb) Helmut Liebermann: „Die Arbeitgeber spielen mit dem Feuer. Wenn sie sich jetzt nicht bewegen, drohen bundesweit unbefristete Streiks im Landesdienst. Wir werden uns nicht abspeisen lassen mit pauschalem Verweis auf Haushaltslagen. Wir wehren uns vehement gegen ein Auseinanderdriften der Bezahlungs- und Beschäftigungsbedingungen im öffentlichen Dienst von Bund, Ländern und Kommunen.“

 

Nach dem Auftakt der Kundgebung bewegte sich der Demonstrationszug von Trommlern begleitet über Schlösserstraße und Anger zur Thüringer Staatskanzlei in der Regierungsstraße.

 

Der Vertreter des Lehrerverbandes Fröhlich appellierte an die Landesregierung, das anstehende Tarifergebnis auch für die beamteten Kolleginnen und Kollegen in Land und Kommunen zu übernehmen. In Richtung des anwesenden Finanzminsters Voß warnte Fröhlich vor „Antiwerbung“ für den öffentlichen Dienst: „Wenn dauernd gestrichen wird und die Bezahlung von Tarifbeschäftigten und Beamten immer weiter auseinanderdriftet, wird der öffentliche Dienst den Kampf um die besten Köpfe auf Dauer verlieren, weil er einfach nicht mehr attraktiv genug ist!“

 

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