BMI-Staatssekretär Mayer und dbb jugend: Öffentlichen Dienst attraktiver machen

  • dbb jugend mit Staatssekretär Stephan Mayer
  • Karoline Herrmann mit Johannes Kahrs

Der öffentliche Dienst muss attraktiver werden. Darüber waren sich dbb jugend Chefin Karoline Herrmann und ihr Vize Patrick Pilat bei einem Meinungsaustausch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des Innern Stephan Mayer, MdB, am 6. August 2018 in Berlin einig.

Insbesondere die „work-life-balance“ müsse als wesentliches Attraktivitätsmerkmal des öffentlichen Dienstes ausgebaut und stärker herausgearbeitet werden, aber auch Aspekte wie die bundesuneinheitliche Beamtenbesoldung, Arbeitszeitkonten und Laufbahnflexibilisierungen seien Aspekte, die diskutiert werden sollten.

 

Bei dem Treffen im Bundesinnenministerium sprach man sich zudem klar für das Berufsbeamtentum und dessen Erhalt aus. Begrüßt wurde in diesem Zusammenhang das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Bestätigung des beamtenrechtlichen Streikverbots. Auch einer Einheitsversicherung, wie sie von Modellen wie der „Bürgerversicherung“ angestrebt wird, erteilten dbb jugend und Staatssekretär Mayer eine klare Absage. Ein solcher Systemwechsel werde nicht zur Verbesserung des Gesundheitssystems führen.

 

Zu einem weiteren politischen Gespräch trafen sich die Vertreter der dbb jugend am 6. August 2018 in Berlin mit Johannes Kahrs, MdB (SPD). Im Gegensatz zu anderen sozialdemokratischen Politikern vertrat Kahrs, der einer der drei Sprecher des als konservativ geltenden „Seeheimer Kreis“ der SPD ist, ebenso wie die dbb jugend die Auffassung, dass es kein Streikrecht für Beamte geben darf. Dies wäre ein erster Schritt in Richtung Abschaffung des Berufsbeamtentums, so Kahrs. Ebenso wie die dbb jugend sieht auch er die Notwendigkeit, den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber attraktiver zu machen, und nannte als Beispiel auch die Möglichkeit, Dienstwohnungen anzubieten, wie es beispielsweise derzeit in Hamburg unter anderem für den Bereich Zoll geplant sei. Keinen Konsens konnten dbb jugend Chefin Karoline Herrmann und ihr Stellvertreter Patrick Pilat mit Kahrs in punkto Bürgerversicherung erzielen – er befürworte das Einheitsmodell ausdrücklich, so Kahrs.

 

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