Öffentlicher Dienst von Bund und Kommunen

Einkommensrunde vertagt: „Wir werden den Protest auf die Straße tragen“

„Der Auftakt der Gespräche ist mit ‚ernüchternd‘ noch nett umschrieben", zeigte sich dbbj Chefin Karoline Herrmann nach der ersten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen am 1. September 2020 enttäuscht.

„Ich hatte wirklich gehofft, dass insbesondere die kommunalen Arbeitgeber nochmal in sich und dann konstruktiv in die Verhandlungen gehen. Aber davon war überhaupt nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der sture Verweis auf die ‚leeren Kassen‘ zeugt von einer Ignoranz gegenüber den Beschäftigten, die man vor wenigen Wochen auf dem ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie noch beklatscht hat, die ich nicht für möglich gehalten hätte“, sagte Herrmann, die als Vorsitzende der dbb jugend auch Mitglied der dbb Bundesleitung ist.

 

„Hier wird gerade wahnsinnig viel Porzellan zerschlagen. Der Bund und vor allem die Kommunen stoßen damit nicht nur die jungen Beschäftigten vor dem Kopf. Sie torpedieren auch mutwillig alle Bemühungen der letzten Jahre, den öffentlichen Dienst für zukünftige Nachwuchskräfte als verantwortungsbewussten und modernen Arbeitgeber attraktiv zu machen", machte die dbbj Chefin deutlich. „Die Konsequenz ist klar: Wir werden den Protest gegen diese völlig verfehlte Personalpolitik auf die Straße tragen. Die Bevölkerung soll wissen, wie die Politik mit den Menschen umgeht, die den Laden gerade während der letzten Monate am Laufen gehalten haben.“

 

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