NRW – Innenminister Jäger auf der 54. dbb Jahrestagung:

Öffentlicher Dienst braucht modernes Personalmarketing

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat auf der 54. dbb Jahrestagung in Köln am 7. Januar 2013 Rolle und Bedeutung des öffentlichen Dienstes als Garant des Staates für eine funktionierende Demokratie gewürdigt. Insbesondere stellte er die Mittlerfunktion der Beschäftigten bei der Durchsetzung staatlichen Interessen und der Berücksichtigung der Ansprüche der Bürger heraus.

Jäger wies dabei auf die sich verändernden Tätigkeitsfelder hin, die das staatliche Handeln bestimmen: „Dazu gehört unter anderem für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, allen jungen Menschen einen guten Bildungsabschluss zu ermöglichen und dem Klimawandel sowie den Folgen der demografischen Entwicklung zu begegnen.“ Dies gelinge nur, wenn der Staat sich künftig noch stärker als Dienstleister begreife und die Bürgerzufriedenheit als Indikator des Verwaltungshandelns ansehe. Damit die Beschäftigten ihre Aufgaben flexibel und effektiv erfüllen können, sei eine von Respekt und Sachlichkeit geprägte „gesunde Führungskultur“ und ein anforderungsspezifisches Gesundheitsmanagement notwendig.

 

Zur Nachwuchsgewinnung regte Jäger die Einführung eines modernen Personalmarketings für Bund, Länder und Kommunen an, das die Attraktivität einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst herausstelle. Er nannte unter anderem die Nutzung flexibler Arbeitszeitmodelle oder die gute Verknüpfung von Familie und Beruf, wobei eine Teilzeitbeschäftigung sich nicht zum Karrierehemmnis entwickeln dürfe. Auch Migranten müssten in Folge der sich verändernden Gesellschaftstruktur verstärkt für den öffentlichen Dienst geworben werden.