Equal Pay Day

Überholte Entgeltstrukturen offenlegen

Mit Blick auf den Equal Pay Day am 18. März 2018 hat die dbb bundesfrauenvertretung die öffentlichen Arbeitgeber und Dienstherren dazu aufgefordert, sich aktiv für mehr Entgeltgerechtigkeit einzusetzen. „Überholte Entgeltstrukturen und strukturelle Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten müssen endlich offengelegt werden. Nur mit mehr Mut zur Transparenz kommen wir der Entgeltgleichheit auch im öffentlichen Dienst Stück für Stück näher“, machte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, am 16. März 2018 deutlich.

Das Entgelttransparenzgesetz gebe den Kurs vor. „Auch die Personalverantwortlichen in den unterschiedlichen Verwaltungen sind angesprochen, die Verantwortung für geschlechtergerechte Bezahlstrukturen zu übernehmen. Es gibt zahlreiche fundierte Studien, die nicht nur über die Höhe der jeweiligen Verdienstunterschiede in den einzelnen Sektoren der öffentlichen Verwaltung informieren, sondern auch Lösungswege aufzeigen. Diese müssen jetzt in der Praxis erprobt werden“, forderte Wildfeuer.

 

Hintergrund:

Der Verdienstunterschied von Frauen und Männern in der öffentlichen Verwaltung liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) seit Jahren unverändert bei rund neun Prozent (Privatwirtschaft: 21 %). Mit bis zu 21 Prozent sind die Verdienstabstände im Sektor Erziehung und Unterricht besonders groß. Einer aktuellen Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) zufolge beläuft sich der Verdienstrückstand für in diesem Sektor beschäftigte Beamtinnen auf zwölf Prozent.

 

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