Spitzentreffen im BMFSFJ

Rahmenbedingung für weibliche Karrieren verbessern

  • Treffeb im BMFSFJ

Beim Netzwerktreffen der Frauenorganisationen im Bundesfamilienministerium am 16. Juli 2018 hat Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, die Notwendigkeit, eine gendersensible, digitale Verwaltungskultur zu etablieren, erneut herausgestellt.

„Die Werkzeuge und Gestaltungsmöglichkeiten, die uns die Digitalisierung an die Hand gibt, müssen verantwortungsvoll und zukunftsorientiert eingesetzt werden; und zwar so, dass in der Beurteilungs- und Beförderungspraxis Leistungsträgerinnen in ihren Fähigkeiten besser erkannt und gezielt gefördert werden“, machte Wildfeuer deutlich. Insbesondere müsse der Fokus stärker auf die Leistung der Teilzeitbeschäftigten gelenkt werden. Diese würden auffallend häufig langsamer und seltener befördert. Da vorrangig Frauen in Teilzeit tätig seien, um etwa Familie, Pflege und Beruf zu vereinbaren, wirkten sich die damit verbundenen Nachteile auch vorrangig auf das Fortkommen und somit auf die Entgeltentwicklung von Frauen aus. „Nur eine Behördenkultur, die mobiles und flexibles Arbeiten in Einklang mit einer gendersensiblen Leistungsbewertung der Beschäftigten verwirklicht, kann dem entgegenwirken“, so Wildfeuer.

 

Flankierend dazu müssten auch die Rahmenbedingungen für weibliche Karrieren verbessert werden. „Der schnelle und bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuungsangebote ist hier ein entscheidender Punkt und ebenso wichtig wie ein familiengerechtes Arbeitsschutzrecht“, betonte die Vorsitzende.

 

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