Frauen in Zeiten von Covid-19

Frauenrechte auch in Krisenzeiten großschreiben

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Angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Covid-19-Virus warnen die dbb frauen vor den gleichstellungspolitischen Folgen eines erneuten Lockdowns. Von der Bundesregierung erwarten sie vorausschauendes Handeln, das die Situation der Frauen in Krisenzeiten gleichberechtigt berücksichtigt.

„Als dbb frauen freuen wir uns, dass Bundeskanzlerin Merkel den Ernst der Lage für Frauen weltweit erkannt hat: ‚Einerseits ist ohne Frauen kein Staat zu machen, andererseits sind sie an wesentlichen Entscheidungen nicht gleichberechtigt beteiligt.‘ Dieser Erkenntnis muss die Kanzlerin nun auch Taten folgen lassen. Frauenrechte müssen in Krisenzeiten auch in Deutschland großgeschrieben werden“, machte Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb frauen, am 4. Oktober 2020 deutlich. Dabei bezog sie sich auf die jüngste UN-Vollversammlung, auf der das Thema Gleichstellung von zahlreichen Redner*innen adressiert worden war. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Videobotschaft vor einer Verschärfung von geschlechterbedingten Ungleichheiten aufgrund der Corona-Pandemie gewarnt.

 

Die dbb frauen fordern nun schnelles Handeln von der Bundeskanzlerin, um die Rechte der Frauen auch in künftigen Krisensituationen zu stärken. „Die Reform des Führungspositionengesetzes muss zügig auf den Weg gebracht werden. Ebenso muss Frauen sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der Politik und im gesellschaftlichen Leben ein stärkeres Mitspracherecht ermöglicht werden. Auch in Krisenstäben dürfen wir nicht wieder das Bild der männlichen Erklärer vorfinden. Hier erwarten wir ein gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter, um das bestmögliche Krisenmanagement zu erzielen“, stellte Kreutz heraus.

 

Zudem hatte sich Bundekanzlerin Merkel auf internationaler Bühne für ‚Parität in allen Bereichen – ob in Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik‘ ausgesprochen. Einen geeigneten und einfach umsetzbaren Ansatz hierfür sieht dbb frauen-Chefin Kreutz darin, als Vorbild voranzugehen. „Frau Merkel muss jetzt auch in ihren eigenen Reihen durchgreifen und in ihrer eigenen Partei für mehr Gleichberechtigung sorgen. Die lang und breit diskutierte Frauenquote in der CDU darf nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden“, so Kreutz.

 

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