Einkommensrunde für Bund und Kommunen

Frauen im öffentlichen Dienst: „Wir sind am Ball“

Am 22. und 23. Oktober gehen die Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen in Potsdam in die nächste Runde. In einer Videobotschaft machten die dbb frauen Ihre Forderungen nochmals deutlich.

„Die Ergebnisse der letzten Verhandlungsrunde können uns, die Frauen im öffentlichen Dienst, nicht zufrieden stellen. Wir erwarten jetzt ein faires Angebot“, machte dbb-frauen Chefin Milanie Kreutz am 21. Oktober 2020 kurz vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde in einer Videobotschaft an die Arbeitgeber deutlich.

 

Neben ihr kommen weitere weibliche Stimmen aus der öffentlichen Verwaltung zu Wort, die Ihre Forderungen klar formulieren: „Ob in der Bundesverwaltung oder in der kommunalen Verwaltung –  mehr als die Hälfte der Beschäftigten sind Frauen. In Kitas, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bilden sie die absolute Mehrheit. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie halten sie hier die Stellung und gehen ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko ein. Dafür haben sie ein faires und anerkennendes Lohnplus verdient.“ Als symbolische Geste der Aufforderung wirft Kreutz den Verhandlungsführern, dem Verband der Kommunalen Arbeitgeber (VKA), am Ende des Videos den Ball zu: „Liebe Arbeitgeber, ihr habt unsere Forderungen gehört. Jetzt liegt der Ball in eurem Spielfeld.“

 

Hintergrund

Die Gewerkschaften fordern u.a. eine Einkommenserhöhung um 4,8 %, mind. 150 € (Laufzeit 12 Monate), Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikumsentgelte um 100 €, Arbeitszeitangleichung Ost an West, Verbesserungen für den Pflegebereich sowie die Reduzierung der 41-Std.-Woche für Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte. Vom TVöD sind etwa 2,5 Millionen Beschäftigte direkt oder indirekt betroffen: Rund 2,3 Millionen Arbeitnehmende des Bundes und der Kommunen sowie weiterer Bereiche, für die der TVöD direkte Auswirkungen hat, sowie rund 225.000 Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte, auf die der Tarifabschluss übertragen werden soll. 

 

 

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