Selbstbewusstes Auftreten gegenüber der Politik angekündigt

dbb jetzt mit Bundesseniorenvertretung

Unter dem Dach des dbb beamtenbund und tarifunion hat sich auf dem 1. Bundesseniorenkongress des gewerkschaftlichen Dachverbandes am 18. November 2013 in Berlin eine Bundesseniorenvertretung konstituiert. Sie soll die besonderen gewerkschafts- und gesellschaftpolitischen Interessen älterer Einzelmitglieder von Landesbünden und Mitgliedsgewerkschaften des dbb auf Bundesebene vertreten und sich mit aktuellen Fragen der Seniorenpolitik befassen.

Zum Vorsitzenden der Bundesseniorenvertretung wurde Wolfgang Speck gewählt. 110 der 136 stimmberechtigten Delegierten votierten für ihn, es gab drei Enthaltungen. Speck kündigte ein „forderndes und selbstbewusstes Auftreten“ gegenüber Politik und Medien im Interesse der Seniorinnen und Senioren an. Die Altersversorgung dürfe nicht zur Lotterie werden, sagte er.

 

Speck (Jahrgang 1947) war von 1991 bis 2003 stellvertretender Bundesvorsitzender, von 2003 bis 2007 dann Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). In dieser Funktion agierte Speck auch im Bundeshaupt- und Bundesvorstand des dbb beamtenbund und tarifunion. Er engagierte sich von 1985 bis 2007 im Hauptpersonalrat der Polizei beim Innenministerium Baden-Württemberg. Nach 42 Dienstjahren als Polizeibeamter beendete Speck 2007 seine aktive Berufslaufbahn. Er ist Mitglied des Seniorenverbands öffentlicher Dienst Baden-Württemberg.

 

Zur Zweiten Vorsitzenden wurde Uta Kramer-Schröder (Jahrgang 1950), Mitglied des BDZ – Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft, gewählt.

 

Die Gründung einer Bundesseniorenvertretung war vom Gewerkschaftstag des dbb im November 2012 beschlossen worden. Der morgige zweite Tag des Bundesseniorenkongresses, der unter dem Motto „ALTER?(nativ)LOS!“ steht, wird mit einer öffentlichen Veranstaltung beginnen. Dazu werden auch der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt, der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lutz Stroppe sowie die Vorsitzende der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V.), Prof. Ursula Lehr, als Redner erwartet. Danach wird der Bundesseniorenkongress sich mit Anträgen unter anderem zu Fragen der Alterssicherung, Renten- und Pensionsgerechtigkeit sowie Anrechnung von Kindererziehungszeiten befassen.

 

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