Kundgebung in Berlin

Soziale Arbeit: Fallzahlen runter, Einkommen rauf

Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) ist je nach Region sehr unterschiedlich aufgestellt. Der dbb und seine Fachgewerkschaften fordern daher einheitliche Mindeststandards und Einkommen.

„Personal- und Raumausstattung sind oft einfach unzureichend und die Zahl der zu betreuenden Fälle pro Fachkraft viel zu hoch“, sagte dbb Tarifchef Volker Geyer am 19. November 2018 in Berlin. Auch bei der Bezahlung gebe es deutliche Unterschiede. „Gerade die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg hinken hinterher. Hier wird nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt, im Rest der Republik in der Regel nach der besseren Sondertabelle „Sozial- und Erziehungsdienst“ zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). So haben beispielsweise Beschäftigte in Berlin mitunter bis zu 300 Euro weniger pro Monat als Kolleginnen und Kollegen im benachbarten Brandenburg.“

 

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) Berlin wird am 20. November 2018 vor dem Jugendamt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg erneut gegen diese Situation demonstrieren. „Stellen bleiben unbesetzt, es gibt eine hohe Fluktuation und einen hohen Krankenstand. Auf die prekäre Situation wird seit über fünf Jahren fortwährend gegenüber den zuständigen Senatsbehörden aufmerksam gemacht. Leider ist es bisher zu keiner ausreichenden Verbesserung der Situation gekommen“, heißt es dazu beim DBSH Berlin. „Es ist wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen ihren Unmut auf die Straße tragen“, sagte Geyer. „Das gibt uns Rückenwind für die anstehenden Tarifverhandlungen mit den Ländern, bei denen wir darum kämpfen werden, dass Bezahlung und Eingruppierung an das Niveau des TVöD angeglichen werden. Gerade vom Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz als Verhandlungsführer der Länder erwarten wir hier konstruktive Lösungsvorschläge.“

 

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