dbb Branchentag in Königswinter

Lehrkräfte fordern Paralleltabelle und mehr Unterstützung für qualifizierte Pädagogen

  • „Die fehlende Wertschätzung für die Bildungsarbeit durch qualifizierte Pädagogen muss ein Ende haben“, forderte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach.

„Die Bezahlung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte muss attraktiver werden“, forderte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach auf einem Lehrkräfte-Branchentag am 24. November 2018 in Königswinter vor mehr als 150 VBE-Mitgliedern. Die Länder, so der dbb Chef weiter, schuldeten allen tarifbeschäftigten Lehrkräften – egal ob Quereinsteiger oder erfahrene Lehrerinnen und Lehrer - einen verbindlichen Zeitplan für die schnellstmögliche Herstellung der Paralleltabelle. Silberbach: „Zum August 2016 ist hier mit 30 Euro lediglich der Einstieg in die Paralleltabelle erfolgt. Weitere 400 Euro stehen am Beispiel der derzeitigen Entgeltgruppe 11 und Stufe 5 für Grundschullehrer jedoch noch aus. Diese Verbesserung stärkt die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ebenso wie der erforderliche Ausbau der Stufe 6 in den höheren Entgeltgruppen. Und was die Lehrer stärkt, kommt auch der Bildungsarbeit gerade im Grundschulbereich zugute.“

Jutta Endrusch, die die Interessen der Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen ebenso wie im Bundesbereich für den VBE in der dbb Bundestarifkommission vertritt, unterstrich die tariflichen Aufgaben und Möglichkeiten, den Lehrerberuf insgesamt attraktiver zu machen. Dies erfordert auch die vollständige Anrechnung der Zeiten von Referendariat oder Vorbereitungsdienst in der Lehrerausbildung auf die Stufen bei der Eingruppierung. „Die grundständig ausgebildeten Lehkräfte müssen bereits mit dem Einstieg in den studierten Beruf in allen Schulformen mehr Wertschätzung erfahren. Außerdem muss Schluss sein mit der seit Jahren bestehenden Benachteiligung“, so Endrusch. „Die stufengleiche Höhergruppierung unter Mitnahme der Laufzeit muss in der Einkommensrunde 2019 endlich für alle Tarifbeschäftigten der Länder realisiert werden.“

 

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