dbb-Chef zur bevorstehenden Einkommensrunde Bund und Kommunen:

Zeit der Zurückhaltung ist vorbei

Im Interview mit der Wirtschaftswoche (Ausgabe vom 19.1.2018) hat dbb-Chef Ulrich Silberbach für die bevorstehende Einkommensrunde im öffentlichen Dienst spürbare Einkommensverbesserungen gefordert.

„Wir haben uns in den vergangenen Tarifrunden ziemlich zurückgehalten. Das wird diesmal nicht der Fall sein. Wir verlangen ein klares - und reales - Gehaltsplus,“ erklärte Silberbach.

 

Auf eine konkrete Zahl wollte sich der dbb Bundesvorsitzende dabei nicht festlegen, das sei Sache der zuständigen Gremien, die am 7. und 8. Februar in Berlin tagen. Natürlich blicke man im öffentlichen Dienst auch auf die allgemeine Einkommensentwicklung und die Tarifforderungen in anderen Branchen. Silberbach: „Sechs Prozent hat die IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie vorgegeben. Und ja: In diese Richtung könnte es gehen. Wir loten derzeit auf Branchentagen die Stimmung an der Basis aus.“

 

Neben der Forderung nach zeit- und wirkungsgleicher Übertragung des Tarifabschlusses auf die Beamtinnen und Beamten werde der dbb in den Gesprächen mit dem Bundesinnenminister auch das Thema Arbeitszeitverkürzung auf die Agenda setzen. Silberbach: „Wir fordern, dass die Wochenarbeitszeit der Beamten so schnell wie möglich auf 39 Stunden abgesenkt wird, also auf das Niveau der Tarifbeschäftigten. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit.“

 

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