Deutscher Realschullehrerverband (VDR)

Keine klare Linie der Coronabewältigung an den Schulen

„Auch die Zeit nach dem Jahreswechsel wurde erneut nicht genutzt, um eine klare und einheitliche Linie bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie vor allem im Bildungsbereich zu finden. Wieder brechen Länder aus, öffnen Schulen, ignorieren längst anerkannte Grenzwerte, und alle Länder gemeinsam bekommen die Impfungen oder eine Impfstrategie nicht in den Griff. Die Vorgaben der Bundeskanzlerin werden permanent uminterpretiert“, stellte Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR), am 1. Februar 2021 fest.

Von einer klaren Linie an den Schulen sei man meilenweit entfernt. „Die Schüler und Lehrkräfte werden ständig sich ändernden Situationen ausgesetzt und es fehlt das Zusammenspiel von klaren Schutzmaßnahmen und mit Vehemenz vorangetriebenen Impfungen. Dieses Hü und Hott, das die Länderministerien verlauten lassen, stiftet immer mehr Verwirrung, Unsicherheit und Unzufriedenheit“, so dbb Vize Böhm.

 

„Was wir brauchen ist eine sinnvolle Impfstrategie, die den Schutz aller erhöht und gewährleistet. Aber jede Forderung nach Impfstoff nutzt nichts, wenn die Kapazitäten nicht vorhanden sind, und wenn die Länder in dieser Frage wieder eigene Wege gehen. Es ist ein Desaster, dass in dieser Pandemie nach wie vor nicht zusammengearbeitet wird, sondern mögliche Wählersympathien oder Eigeninteressen im Vordergrund stehen“, erklärte der VDR Bundesvorsitzende.

 

Die Streichung von Ferien sei neben den Schulöffnungen und Impfdiskussion ein weiteres Thema bei dem jedes Land einen eigenen Weg gehe. „Am Ende werden wir nicht gefragt, wer die spektakulärsten Öffnungsstrategien vollzogen hat, sondern wer am verantwortlichsten für alle Beteiligten gehandelt hat – Die klare Linie ist gefragt“, stellte Böhm klar.

 

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