Baden-Württemberg

„Hamburger Modell" weiterhin keine Option

Der BBW bleibt bei seiner Ablehnung einer pauschalen Beihilfe als Zuschuss zum Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamtinnen und Beamte („Hamburger Modell“). Das hat der dbb Landeschef Kai Rosenberger im Gespräch mit dem Landesvorsitzenden der Grünen Oliver Hildenbrand deutlich gemacht.

In Baden-Württemberg gibt es derzeit 4.409 Beamtinnen und Beamte, die gesetzlich versichert sind. Sie zahlen sowohl den Arbeitnehmer- wie auch den Arbeitgeberanteil ihrer Krankenversicherung und damit in der Summe wesentlich mehr als ihre privat versicherten Kolleginnen und Kollegen. „Dass dies so ist, ist ärgerlich und tut uns für jeden Betroffenen leid“, räumte Rosenberger ein. Zugleich wies er aber darauf hin, dass dieser Personenkreis lediglich 1,4 Prozent der Beamtinnen und Beamten im Land ausmache. Deren Interessen könne der BBW nicht vorrangig berücksichtigen, wenn es um den Erhalt einer hervorragenden Krankenversorgung für alle gehe. Denn das „Hamburger Modell“ sei der erste Schritt in Richtung „Bürgerversicherung“ und damit in ein Gesundheitssystem, das den derzeitigen hohen Leistungsstand der medizinischen Versorgung nicht halten könne.

 

Auch die angebliche Wahlfreiheit durch das „Hamburger Modell“ stellte Rosenberger in Frage: Wer sich einmal für die pauschale Beihilfe entschieden habe, könne nicht mehr zur individuellen Beihilfe zurückkehren. „Wahlfreiheit sieht für mich anders aus“, sagt der BBW-Vorsitzende.

 

 

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