Neue Landesregierung: dbb sh stellt Weichen für den öffentlichen Dienst

Der dbb Landesbund Schleswig-Holstein (dbb sh) hat die ersten 100 Tage der Amtszeit der neuen Landesregierung genutzt, um dem Kabinett die Erwartungshaltung der Beschäftigten bezüglich der Personalpolitik im öffentlichen Dienst zu kommunizieren. In Gesprächen mit Ministerpräsidenten Daniel Günther und den Ministern für Wirtschaft, Inneres, Justiz sowie Soziales standen Bezahlung und Arbeitszeit im Mittelpunkt, teilte der dbb sh am 10. Oktober 2017 mit.

Die Landesregierung müsse durch konkrete Maßnahmen die Wertschätzung und Attraktivitäts des gesamten öffentlichen Dienstes steigern. Ein geradezu überfälliges Signal an die Beschäftigten sei etwa, die Einschnitte beim Weihnachtsgeld und die Anhebung der Arbeitszeit wieder zurückzunehmen. Die verbesserte Haushaltslage des Landes biete dafür eine gute Ausgangslage. Bei der Arbeitszeit habe der dbb sh ergänzend eine weitergehende Flexibilisierung angeregt.

 

Um die Funktions- und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu gewährleisten, müssten zudem die Verwaltungsstrukturen an die Erwartungen der Bürger sowie die Belange der Beschäftigten angepasst werden. Auch hier sei mit Blick auf teilweise überzogene bürokratische Abläufe und Doppelstrukturen noch Spielraum für Optimierungen. „Das Ziel muss eine aufgabengerechte Personalausstattung sein, was allerdings auch die Zurückhaltung der Politik bei der Ausweitung der Aufgaben oder aber das Ende der Zurückhaltung bei den Einstellungszahlen erfordert“, sagte Kai Tellkamp, Vorsitzender des dbb Landesbundes.

 

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