DPolG Bundespolizeigewerkschaft: Digitalfunkverbindung in Bahnhöfen katastrophal

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) hat der Bundesvorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Ernst G. Walter am 17. Mai 2015 in Berlin auf die immer noch katastrophale Lage bei der „in-door-Versorgung“ mit Digitalfunk in den vielen Bahnhöfen und Tunnelanlagen der Deutschen Bahn hingewiesen.

Walter machte deutlich, dass es für die in diesen Bereichen eingesetzten Kolleginnen und Kollegen durch fehlende Kommunikationsmöglichkeiten immer wieder zu gefährlichen bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen komme. Walter: „Uns ist es völlig egal, wer die erforderlichen Anlagen letztlich baut, installiert und bezahlt. Wichtig ist nur, dass die Polizeikräfte zu jeder Zeit und an jedem Ort miteinander kommunizieren können. Die Funkverbindung ist eines der wesentlichsten Elemente der Eigensicherung und wenn jemand rasch Hilfe und Unterstützung braucht, gerät er ohne Funkverbindung schnell in Lebensgefahr.“

 

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft prangere die mangelhafte Digitalfunkversorgung in den im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei liegenden Gebäuden bereits seit Jahren an. Es sei ein Skandal, dass die Deutsche Bahn AG, Bundesverkehrs- und Bundesinnenministerium trotz bestehender technischer Lösungsmöglichkeiten zu keiner Einigung in den Finanzierungsfragen gekommen seien.

 

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