Wirtschaft

Ein zentraler Pfeiler der sozialen Marktwirtschaft ist nach Auffassung des dbb ein Staat, der den Ordnungsrahmen für Unternehmen und Bürger setzt. Ohne (Verkehrs-)Infrastruktur, ohne Bildungseinrichtungen, ohne innere und äußere Sicherheit – um nur einige essenzielle staatliche Leistungen zu nennen – wäre die ökonomische Stärke Deutschlands nicht vorstellbar. Die hieraus abgeleiteten Werte wie Rechtsfrieden und sozialer Frieden sind unabdingbare Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit eines erfolgreichen und wohlhabenden Staates.

 

Weder das „laissez-faire“ einer staatsfreien Wirtschaft noch die Zentralverwaltungswirtschaft können die Antwort liefern, die zur Bewältigung der Probleme einer modernen arbeitsteiligen Wirtschaft beitragen. Unternehmen und Bürger sind auf ein starkes – demokratisch legitimiertes –  Verfassungs-, Sozial-, Arbeits-, Eigentums-, Vertrags-, Gesellschafts- und Patentrecht  angewiesen. Der Rahmen der staatlich gesetzten Rechtsnormen ist unerlässlich für ein wirtschaftlich erfolgreiches und menschenwürdiges Dasein und Voraussetzung für Produktion, Handel und Arbeit.

 

Aktuell befindet sich die deutsche Wirtschaft weiterhin in guter Verfassung, für die Jahre 2018 und 2019 werden jahresdurchschnittliche Zuwachsraten des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 2,3 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent erwartet.

 

Die positiven Wachstumsaussichten dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung zuletzt zugenommen haben. Probleme im Bereich der Europäischen Union, nicht zuletzt auch der „Brexit“ sowie zunehmende protektionistische Tendenzen, könnten die positive wirtschaftliche Entwicklung auch in Deutschland gefährden.

 

Die Arbeitslosenquote entwickelt sich ebenfalls positiv. Im Gesamtjahr 2017 waren im Schnitt 2,533 Millionen Menschen ohne Job, das waren 158.000 weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,4 Punkte auf 5,7 Prozent, das entspricht der niedrigsten durchschnittlichen Jahresarbeitslosigkeit seit der deutschen Wiedervereinigung.

Zuletzt hat auch die Inflation zugenommen, in 2017 stieg sie auf 1,8 Prozent. Das war gegenüber dem Vorjahr ein deutlicher Anstieg (2016: 0,5 Prozent).

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