dbb magazin 3/2026

Mehr Bilder und Infos zu allen Demos, Aktionen, Warnstreiks und Mahnwachen: dbb.de/einkommensrunde Webtipp Hamburg, 10. Februar Düsseldorf, 10. Februar Mainz, 4. Februar Erfurt, 3. Februar Stuttgart, 5. Februar © Nathalie Zimmermann © Volker Hielscher © Friedhelm Windmüller © Anne Oschatz © Friedhelm Windmüller handlungsfähigen Staat. Arbeitgebende, die in den Verhandlungen blockieren, blockieren die Funktionsfähigkeit unseres Landes!“ Ins kalte Wasser gesprungen Nachdem am 6. Februar Beschäftigte der Straßenmeistereien an den Standorten Lübeck, Husum, Heide und Westerrönfeld gestreikt und sich Kolleginnen und Kollegen zu Mahnwachen in Hamburg und Münster versammelt hatten, erlebte die Protestwelle am 10. Februar kurz vor der dritten Verhandlungsrunde ihren Höhepunkt. In Hamburg protestierten rund 2 200 Beschäftigte – einige von ihnen mit einem Sprung in die Elbe. „Wir gehen baden, damit der Norden nicht absäuft“, sagte dbb-Vize Andreas Hemsing. dbb-Landeschef Thomas Treff verwies auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten und Kai Tellkamp, Vorsitzender des dbb schleswig-holstein, forderte erneut, die systemgerechte und zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten umzusetzen. „Wir sind heute in die Elbe gesprungen, weil junge Beschäftigte jeden Monat ins kalte Wasser geworfen werden, mit zu niedrigen Einkommen und unsicheren Perspektiven“, sagte dbb jugend-Chef Matthäus Fandrejewski. In Saarbrücken gingen am 10. Februar rund 1 000 Beschäftigte auf die Straße. „Trotz Personalmangel an den Schulen, in der Justiz, bei der inneren Sicherheit, im Bereich des Landesbetriebes für Straßenbau, in den unterschiedlichsten Verwaltungsbereichen oder in den Krankenhäusern ist die TdL nicht bereit, eine Schippe draufzulegen und ein verhandelbares Angebot zu machen“, beklagte Sascha Alles, Vorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion saar. „Das Bestandspersonal wird nicht wertgeschätzt und das Saarland damit weiter abgehängt.“ Alles sieht die Attraktivität des Saarlandes als Arbeitgeber gefährdet. „Die Folgen wären: steigender Frust beim Bestandspersonal, höhere Fluktuation in manchen Bereichen, die dann nicht mehr handlungsfähig wären.“ In Düsseldorf demonstrierten am 10. Februar über 16 000 Kolleginnen und Kollegen. Roland Staude, 1. Vorsitzender des DBB NRW, machte bei der Auftaktkundgebung vor dem NRW-Finanzministerium den Ernst der Lage deutlich: „Ohne konkurrenzfähige Bezahlung verlieren wir die Menschen, die unser Gemeinwesen am Laufen halten. Gute Arbeitsbedingungen sind kein Luxus. Sie sind elementare Voraussetzung für funktionierende Sicherheit und Infrastruktur, Schulen, Kliniken, Finanz- und Justizverwaltungen. Hier steht die TdL in der Verantwortung. Öffentliche Daseinsvorsorge gibt es nicht mit Beschäftigten am Limit, sondern nur mit einer hohen Motivation durch Respekt und gute Entlohnung. Die heutige Demonstration ist ein Signal an die Arbeitgeber, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die Tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eindrucksvoll bewiesen, dass da noch ordentlich Druck auf dem Kessel ist.“ _ 8 AKTUELL dbb magazin | März 2026

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