dbb magazin 3/2026

Am 20. Januar 2026 legten Beschäftigte der Finanzämter im Rheinland Spielbanken lahm. Weitere Kundgebungen fanden in Aachen, Bonn, Essen und Köln statt. Am 21. Januar gingen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Leipzig und München auf die Straße. In Leipzig betonte Nannette Seidler, Vorsitzende des Sächsischen Beamtenbunds (SBB): „Wer in den Ländern einen zukunftsfähigen öffentlichen Dienst will, muss auch gut bezahlen.“ „Die Verweigerungshaltung der Länder ist unerträglich, angesichts der enormen Aufgaben, vor denen der öffentliche Dienst steht“, sagte dbb-Tarifchef Andreas Hemsing am 21. Januar 2026 in München vor mehr als 1 000 Demonstrierenden. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat ist auf dem Tiefpunkt. „Und hier in Bayern haben wir zunehmend das Problem, dass die Beamtinnen und Beamten das Vertrauen in ihren Dienstherrn verlieren“, ergänzte Rainer Nachtigall, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbunds (BBB). „Es ist ein Novum, dass ein Ministerpräsident ankündigt, das Ergebnis erst verzögert auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen, bevor es überhaupt feststeht. Wir fordern und erwarten das Gegenteil: Bayern muss sich in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder dafür einsetzen, dass die Landesparlamente das Ergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen.“ Leere Stühle in Hamburg 500 leere Stühle auf dem Hamburger Rathausmarkt – das Symbol für den Personalmangel im öffentlichen Dienst zeigte am 22. Januar, wie Warnstreiks, Demos und Aktionen zur Einkommensrunde Öffentlicher Dienst in Aktion München, 21. Januar Hamburg, 22. Januar Vor der entscheidenden dritten Runde im Tarifstreit hat der dbb den Druck auf die Arbeitgeberseite deutlich erhöht. Tausende Kolleginnen und Kollegen setzten im Januar und Februar bundesweit spürbare Zeichen für eine gerechte Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst. © Friedhelm Windmüller © Anne Oschatz © Anne Oschatz 6 AKTUELL dbb magazin | März 2026

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