dbb magazin 3/2026

weiter“, sagte er in Potsdam. Obwohl viele öffentliche Arbeitgebende in der jüngsten Zeit die Notwendigkeit erkannt hätten, die stufengleiche Höhergruppierung endlich auch im Länderbereich einzuführen und die Ungerechtigkeit bei der Überstundenregelung für Teilzeitkräfte zu beseitigen, hätten diese Einsichten geopfert werden müssen, „weil die TdL sich beim ideologisch vollkommen überhöhten Arbeitsvorgang nicht durchgesetzt hat. Das ist extrem bitter für die betroffenen Beschäftigten.“ Volker Geyer lobte dennoch die erreichten strukturellen Verbesserungen: „Zum Beispiel die Erhöhung der Wechselschichtzulage, die Angleichung beim Kündigungsschutz Ost an West und ein Ausbildungspaket mit deutlichen Verbesserungen für junge Menschen, die ihre Karriere im öffentlichen Dienst beginnen.“ Beendet ist die Einkommensrunde für den dbb damit jedoch noch nicht. „Wir fordern die zeitgleiche und systemgerechte Übertragung der Ergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten der Länder und Kommunen. Jedem Versuch, bei der Besoldung und Versorgung inhaltlich Abstriche zu machen oder die Umsetzung zu verzögern, werden wir uns massiv widersetzen“, machte der dbb-Chef deutlich. _ Die Bundestarifkommission des dbb stimmte dem Tarifkompromiss nach eingehender Diskussion am 14. Februar 2026 zu. Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: direkt circa 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt circa 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Hintergrund > Einkommenserhöhung um 5,8 Prozent (zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro, zum 1. März 2027 um 2 Prozent und zum 1. J​anuar 2028 um 1 Prozent). > Das Entgelt in Entgeltgruppe 1 Stufe 2 erhöht sich bereits zum 1. Januar 2027 um 2 Prozent. Sonstige dynamisierte Entgeltbestandteile erhöhen sich ab dem 1. April 2026 um 2,82 Prozent, ab dem 1. März 2027 um weitere 2 Prozent und ab dem 1. Januar 2028 um ein weiteres Prozent. > Die Ausbildungsentgelte der Auszubildenden, die Entgelte der dual Studierenden und die Tarifentgelte der Praktikantinnen und Praktikanten erhöhen sich ab dem 1. April 2026 um 60 Euro, ab dem 1. März 2027 um weitere 60 Euro und ab dem 1. Januar 2028 um weitere 30 Euro. Die Studienentgelte für praxisintegriert dual Studierende in der betreffenden Richtlinie der TdL erhöhen sich entsprechend. > Erhöhung der Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit > Anpassung der Kündigungsschutzregelungen Ost an West > Ausbildungspaket, unter anderem mit einer Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 150 Euro > Laufzeit 27 Monate bis 31. Januar 2028 Der Abschluss im Detail Volker Geyer (links) erläuterte die erzielte Einigung vor der Presse in Potsdam. © Friedhelm Windmüller (3) AKTUELL 5 dbb magazin | März 2026

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