dbb magazin 3/2026

8 Prozent mehr Entgelt, eine Mindesterhöhung der Monatsentgelte um 300 Euro sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 200 Euro monatlich – mit diesen Forderungen geht die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) in die voraussichtlich im April 2026 beginnende Tarifrunde mit der Deutschen Telekom. Die bestehenden Entgelttarifverträge für die rund 60 000 Tarifkräfte enden am 31. März. Ebenso fordert die DPVKOM eine tarifliche Regelung zur Absicherung gegen Altersarmut. So soll der Zuschuss des Arbeitgebers bei der betrieblichen Altersvorsorge von derzeit 15 Prozent des vom Mitarbeitenden umgewandelten Entgelts auf 30 Prozent erhöht werden. „Die Entgeltforderung ist gerechtfertigt und gut begründet. Der Telekom-Konzern hat alleine in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres einen Konzernüberschuss von 7,8 Milliarden Euro erzielt. Die Geschäfte laufen so gut, dass das Unternehmen eine Rekorddividende in Höhe von einem Euro je Aktie angekündigt hat. An der positiven Geschäftsentwicklung und der Produktivitätssteigerung im Unternehmen müssen primär die Beschäftigten angemessen beteiligt werden. Schließlich haben sie durch ihre Arbeit dafür gesorgt, dass das Unternehmen so gut dasteht“, so die DPVKOM-Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus am 5. Februar 2026. Die steigenden Gewinne der Telekom in Deutschland trotz sinkender Mitarbeiterzahlen zeigen, dass das Unternehmen seine Effizienz deutlich verbessert hat. Automatisierung, Digitalisierung und restrukturierte Abläufe ermöglichen höhere Erträge bei gleichzeitig reduzierten Personalkosten. Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen mit etwa 30 Prozent Personalabbau über alle Bereiche. Weniger Personal geht allerdings oft mit höherer Belastung für die verbleibenden Beschäftigten einher. Vor diesem Hintergrund setzt sich die DPVKOM außerdem für eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, die je nach Unternehmensbereich zwischen 32 und 40 Stunden liegt, um eine bis drei Stunden ein. DPVKOM 8 Prozent mehr Entgelt bei der Telekom Christina Dahlhaus, Bundesvorsitzende der DPVKOM Nach intensiven Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der DB AG zeichnen sich bei mehreren zentralen Kernelementen Fortschritte ab. Aus Sicht der GDL bewegen sich die Gespräche in die richtige Richtung. Für eine Bewertung im Sinne eines möglichen Abschlusses ist es jedoch noch deutlich zu früh. Das teilte die Fachgewerkschaft am 13. Februar 2026 mit. In den zurückliegenden Verhandlungstagen wurden in wesentlichen Punkten tragfähige Annäherungen erzielt und strukturelle Fragen geklärt. Entscheidend wird nun sein, die verbleibende Zeit konsequent zu nutzen und den begonnenen inhaltlichen Fortschritt durch einen intensiven und fokussierten Austausch weiter abzusichern. Der geschäftsführende Vorstand der GDL betont, dass das bisher Erreichte nur dann Bestand haben wird, wenn die Gespräche weiterhin mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit geführt werden. Ziel bleibt ein belastbares Gesamtpaket, das die Arbeits- und Lebensbedingungen der Eisenbahner spürbar verbessert und langfristig Wirkung entfaltet. Über die Inhalte des aktuellen Verhandlungsstands haben die Tarifpartner Stillschweigen vereinbart. Vor den Verhandlungen hatte GDL-Chef Mario Reiß am 10. Februar erklärt: „Die GDL geht ergebnisorientiert in die nächsten Runden. Unser Maßstab bleibt, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Eisenbahner im Kernbetrieb real zu verbessern und der Gefahr von Altersarmut wirksam entgegenzuwirken. Daran wird sich der weitere Verlauf der Verhandlungen messen lassen müssen. Wir gehen davon aus, dass sich auch die Arbeitgeberseite der besonderen Bedeutung dieser Verhandlungsphase bewusst ist.“ GDL Bahn-Tarifverhandlungen bleiben anspruchsvoll Mario Reiß, Bundesvorsitzender der GDL 46 KOMPAKT dbb magazin | März 2026

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