dbb magazin 6/2017 - page 26

des Innern, dem dbb Nach­
wuchs ins Stammbuch: „Wir
finden es toll, dass Sie sich be­
teiligen, dass Sie sich einbrin­
gen und engagieren“, sagte
Engelke in seinem Grußwort.
Zugleich appellierte er an den
Berufsnachwuchs des öffentli­
chen Dienstes, sich selbst als
Botschafter des Staatsdienstes
gegenüber anderen jungen
Menschen, auch und insbeson­
dere jenen mit Migrationshin­
tergrund, zu begreifen. „Wir
brauchen Sie – Sie sind die Bot­
schafter, die Kommunikatoren
des öffentlichen Dienstes, ma­
chen Sie Werbung, gehen Sie
weiter an die Schulen, erklären
Sie den öffentlichen Dienst
und erzählen Sie auch von den
durchaus attraktiven Arbeits­
bedingungen.“ Der Staatsse­
kretär zitierte seinen Minister
Thomas de Maizière: „Warten
Sie nicht darauf, dass die Älte­
ren sich ändern, machen Sie
uns Feuer unter dem Hintern.“
<<
Jugendorganisationen
Partner der Politik
Die Grüße von Bundesjugend­
ministerin Manuela Schwesig
überbrachte Bettina Bundszus-
Cecere, Abteilungsleiterin
Kinder und Jugend im Bundes­
ministerium für Familie, Seni­
oren, Frauen und Jugend
(BMFSFJ). „Wir unterstützen
Sie gerne, damit Sie angemes­
sen wahrgenommen werden“,
sagte Bundszus-Cecere an die
Adresse der dbb jugend, die
wie alle Jugendorganisationen
stets vor der Herausforderung
stehe, „nicht zu laut, aber auch
nicht zu leise“ sein zu dürfen
– „ich finde, Sie haben in Ihrer
wunderbaren Rede den richti­
gen Ton getroffen“, sagte die
Vertreterin des Bundesminis­
teriums in Richtung der neuen
dbbj Vorsitzenden Herrmann.
Das Bundesressort, das für
eine Politik von, mit und für
Jugendliche eintrete, schätze
sich glücklich, die dbb jugend
hierbei als Partner zur Seite zu
haben, betonte Bondszus-Cecere. „Sich einmischen, die
Stimme auch für andere erhe­
ben – das ist Kern von Gewerk­
schafts- und Jugendarbeit. Das
ist eine Art demokratisches
Labor, und damit leisten Sie
einen großartigen Beitrag für
Partizipation, politische Bil­
dung, Persönlichkeitsentwick­
lung und Meinungsfindung.
Wir brauchen die Jugendorga­
nisationen als Partner – heute
mehr denn je.“
<<
Das politische Programm
für die neue Legislatur
Nach den Wahlen und der
öffentlichen Veranstaltung
schritt der Bundesjugendtag
zur Beratung und Beschluss­
fassung über das politische Pro­
gramm der dbb jugend für die
kommenden fünf Jahre. Ein
deutliches Zeichen setzte das
Gremiummit der Entschlie­
ßung für mehr Schutz und Si­
cherheit für die Beschäftigten
im öffentlichen Dienst. Zwar
könne die Politik wenig Einfluss
nehmen auf eine zunehmende
Gewaltbereitschaft in der Ge­
sellschaft, heißt es im Entschlie­
ßungstext. „Sie kann aber sehr
wohl Regelungen und Maßnah­
men beschließen, mit denen
man den Schutz und die Sicher­
heit der Beschäftigten im öf­
fentlichen Dienst signifikant
erhöhen kann.“ Welche konkre­
ten Dinge unternommen wer­
den können, führt die Entschlie­
ßung mit Blick auf allgemeine
Standards, rechtliche Aspekte,
Besonderheiten des Innen-
und Außendienstes sowie Aus-
und Fortbildung im Einzelnen
näher aus.
<<
Attraktivität und Gene-
rationengerechtigkeit
Die drei Leitanträge der Bun­
desjugendleitung zu den be­
rufspolitischen Kernthemen,
denen sich die dbb jugend
bereits seit Jahren widmet,
wurden ebenso wie die Ent­
schließung einstimmig von
den Delegierten verabschiedet.
Unter der Überschrift „Jugend
4.0 – Attraktiver öffentlicher
Dienst“ werden faire und leis­
tungsgerechte Einkommens-
und Beschäftigungsbedingun­
gen für den Berufsnachwuchs
gefordert. Auch die Digitalisie­
rung der Arbeitswelt bringe
Entwicklungen mit sich, bei de­
nen der öffentliche Dienst als
Arbeitgeber Schritt halten müs­
se, betont der Leitantrag. Ge­
fordert werden eine angemes­
sene technische Ausstattung,
flexiblere Arbeitszeitmodelle,
Telearbeit, gewarnt wird vor Ar­
beitsverdichtung und den Risi­
ken ständiger Erreichbarkeit.
Ebenso wichtig ist dem Nach­
wuchs die attraktivere Ausge­
staltung der Beschäftigungs­
verhältnisse im öffentlichen
Dienst. Auf Generationenge­
rechtigkeit im Sinne einer für
alle Beteiligten fairen Interes­
sen- und Alterssicherung und
die Stärkung des ehrenamtli­
chen Engagements zielten die
beiden weiteren Leitanträge ab,
die die Bundesjugendleitung
dem BJT vorlegte.
Insgesamt hatten die Delegier­
ten über mehr als 70 Anträge
zu entscheiden und folgten da­
bei in konstruktiven Beratun­
gen und zügigen Beschlüssen
ganz überwiegend den Emp­
fehlungen der Antragskommis­
sion. Auch eine Satzungsände­
rung stand auf der Agenda:
Das Statut wurde um die
Grundsätze von Diversity als
verpflichtendes Handlungs­
prinzip der dbb jugend ergänzt,
die Organisation wird in die­
sem Sinne künftig auf gleich­
berechtigte Teilhabe in allen
Bereichen auch innerhalb des
Verbandes hinwirken.
Mit Blick auf die Teilhabe der
dbb jugend in den Gremien des
dbb verabschiedeten die Dele­
gierten erneut einen Antrag,
die dbb Satzung dahingehend
zu ändern, dass der dbb jugend
ein Sitz in der Bundesleitung
mit beratender Stimme einge­
räumt wird. Damit wird sich der
dbb Gewerkschaftstag im No­
vember 2017 in Berlin erneut
beschäftigten.
iba/seb
<<
Innenstaatssekretär Hans-Georg Engelke
<<
... und BMFSFJ-Abteilungsleiterin Bettina Bundszus-Cecere.
jugend
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dbb
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