Zuschüsse bei Teilzeitbeschäftigten dürfen nicht ohne weiteres gekürzt werden

Unternehmen dürfen bei Teilzeitbeschäftigten Zuschüsse nicht einfach anteilig kürzen. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt am 19. November 2003 entschieden.

 

Die Richter gaben damit den Klagen zweier Buchhalterinnen gegen ein Steuerberatungsbüro statt und verurteilten das Unternehmen zur Nachzahlung der Differenzbeträge. Die beiden Arbeitnehmerinnen waren jeweils zu 70 Prozent teilzeitbeschäftigt und erhielten von der tariflich vereinbarten „Frankfurt-Zulage“ in Höhe von 26,00 € monatlich auch nur 70 Prozent ausgezahlt. Nach dem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt sind Zuschüsse jedoch nicht automatisch an den Umfang eines Arbeitsverhältnisses gebunden. Im Tarifvertrag sei überdies keine anteilige Kürzung des Zuschusses vorgesehen. Vor diesem Hintergrund hätte die Zulage nicht gekürzt werden dürfen.

 

(ArbG Frankfurt/Main, Urteil vom 19. November 2003, Aktenzeichen: 4 Ca 12999/02)

zurück