Beihilfe für eine Perücke – auch für männliche Beamte

Das Bundesverwaltungsgericht (BverwG) entschied in zweiter Instanz, dass ein Beamter, der beim Sozialministerin Stuttgart tätig ist, „Haar-Geld“ bekommen muss – und zwar aus Gleichberechtigungsgründen.

 

Der Kläger leidet seit seiner Geburt an totalem Haarausfall. Bisher bekommen Beamtinnen mit Haarausfall Beihilfe für Haarersatz. Bei Männern wurde bisher das Fehlen von eigenen Haaren nicht als problematisch angesehen. Jetzt argumentierte das Gericht: Männer und Frauen müssen in jedem Fall gleichbehandelt werden - das gilt auch für die Frage des Haarersatzes. Der Beamte wird in Zukunft von seinem Dienstherrn alle zwei Jahre Geld für Perücken bekommen.

 

(BverwG, Urteil vom 31. Januar 2002, Aktenzeichen: 2 C 1.01)

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