Elternzeit kann aufs zweite Kind übertragen werden

Wer eine vorzeitige Beendigung der Elternzeit ins Auge fasst, muss sich um den Verfall der noch verbleibenden Restzeit keine Sorgen machen. Der Elternzeitanspruch bleibt bestehen, wenn diese vorzeitig beendet wird. In bestimmten Fällen können Mütter und Väter die gesetzlich festgelegte Elternzeit auch auf maximal drei Jahre verlängern. Das entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt im April 2009.

 

Sollten Eltern sich dazu entschließen, beim ersten Kind nur einen Teil der Elternzeit in Anspruch zu nehmen, so können sie die nicht genutzte Zeit beim zweiten Kind geltend machen. Übrig gebliebene Elternzeit bleibt betreuenden Müttern und Vätern damit erhalten. Allerdings dürfen nur bis maximal zwölf Monate der Elternzeit auf die Betreuungszeit des zweiten Kindes übertragen werden. Der Arbeitgeber kann ein Veto nur schriftlich und an eine vierwöchige Frist gebunden einlegen, wenn dringende betriebliche Gründe vorliegen.

 

(BAG, Urteil vom April 2009, Aktenzeichen: 9 AZR 391/08)

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