„Zu teuer, zu langsam, zu unkoordiniert: Wie kann die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung doch noch gelingen?“

Livestream am 26. April 2021 | 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Laut Landesrechnungshof ist die Verwaltungsdigitalisierung in Niedersachsen gefährdet. Die IT-Konsolidierung Bund wird nicht nur viel später fertig, sondern auch dreimal so teurer wie geplant. Dies sind nur zwei Beispiele für eine Vielzahl von IT-Großprojekten, die aktuell in der Umsetzung zu scheitern drohen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und häufig struktureller Natur. Aber warum geht Deutschland bei der Digitalisierung so schnell die Puste aus? Vor welchen Herausforderungen stehen wir bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung? Wo muss die Politik ansetzen und was muss sich konkret ändern? Welche Reformen sollten dringend angegangen werden?

Das Video zur Veranstaltung


Das Panel

Ulrich Silberbach

Ulrich Silberbach wurde im Jahr 2017 vom Gewerkschaftstag des dbb beamtenbund und tarifunion zum Bundesvorsitzenden gewählt. Damit vertritt er hauptamtlich die Interessen von über 1,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Bereits zuvor hat er sich in unterschiedlichsten Funktionen über Jahrzehnte für seine Kolleginnen und Kollegen engagiert, insbesondere als stellvertretender Bundesvorsitzender des dbb, als Bundesvorsitzender seiner Heimatgewerkschaft komba und im Vorstand des dbb Landesbundes in Nordrhein-Westfalen. Ulrich Silberbach wurde am 27. August 1961 in Köln geboren.

Dr. Konstantin von Notz

Dr. Konstantin von Notz ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. In der 19. Wahlperiode vertritt er die Grüne Bundestagsfraktion als stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Beauftragter für Religion und Weltanschauungen und stellvertretendes Mitglied im 1. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss der 19. WP „Berliner Breitscheidplatz“. Seine politischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Innen- und Rechtspolitik. Hier und in der Netzpolitik sieht er wichtige Aufgabenfelder für die Grünen in den kommenden Jahren. Herr von Notz setzt sich für umfassende Konzepte in seiner Partei für das digitale Zeitalter ein und gehört zu den profiliertesten Digitalpolitikern im Deutschen Bundestag.

Prof. Dr. Peter Parycek

Prof. Dr. Peter Parycek leitet das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer Fokus Institut Berlin, das sich als Denkfabrik für die erfolgreiche Digitalisierung des öffentlichen Raums in Deutschland versteht. Im August 2018 wurde er von Kanzlerin Angela Merkel in den Digitalrat der Deutschen Bundesregierung berufen, dessen Aufgabe die Beratung der Bundesregierung bei den Themen und Herausforderungen der digitalen Transformation ist. An der Donau-Universität Krems verantwortet Peter Parycek als Universitätsprofessor für E-Governance das Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung. Als Rechtsinformatiker arbeitet er inter- und transdisziplinär am Schnittpunkt rechtspolitischer, gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Wirkungen von Technologie auf Staat, Gesellschaft und Wirtschaft.

Marc Reinhardt

Marc Reinhardt leitet als Executive Vice President den Public Sector von Capgemini und verantwortet strategische Themen und Initiativen auf internationaler Ebene. In seinem Verantwortungsbereich sind die Kunden in den Bereichen öffentliche Verwaltung, Gesundheitswesen und Sozialversicherung in Deutschland. Er verfügt über langjährige Management-Erfahrung in Beratung, Softwareentwicklung und Anwendungsbetrieb. Dabei war er überwiegend im Public Sector tätig, zu Beginn als Mitarbeiter der Treuhand/BvS und zuletzt neben seiner Managementrolle auch beratend für Ministerien und Behörden in Bund, Ländern und Kommunen tätig. Er ist Vizepräsident der Initiative D21, Vorsitzender der Bundesarbeitsgruppe Moderne Verwaltung innerhalb des Wirtschaftsrates der CDU e.V, Beiratsmitglied im Co:Lab sowie Co-Vorsitzender der Plattform „Digitale Verwaltung und Öffentliche IT“ im Nationalen Digital-Gipfel der Bundesregierung.

Britta Behrendt

Britta Behrendt leitet seit dem 1. März 2021 die Arbeitsgruppe DV1 im Bundesministerium des Inneren für Bau und Heimat, die unter anderem zuständig ist für Grundsatzfragen der OZG Umsetzung, E-Government und Verwaltungsmodernisierung. Zuvor war sie seit Herbst 2018 Leiterin des Grundsatzreferates Migration. Die Jahre 2015-2017 verbrachte sie mit ihren beiden Töchtern und ihrem Ehemann als Austauschbeamtin im italienischen Innenministerium in Rom. Ihre Tätigkeit im Bundesministerium des Innern hatte sie im Jahr 2008 aufgenommen, nachdem sie vier Jahre im Deutschen Bundestag gearbeitet hatte. Sie war hier zunächst in der Grundsatzabteilung tätig, um dann im Jahr 2009 als Redenschreiberin in das Ministerbüro zu wechseln. Als Redenschreiberin wechselte sie dann auch mit Thomas de Maiziere in das Bundesministerium für Verteidigung, wo sie dann für drei Jahre blieb – unter anderem war sie dort als persönliche Referentin von Ursula von der Leyen tätig.  Britta Behrendt hat Rechtswissenschaften in Saarbrücken, Berlin, Pisa und Kapstadt studiert.

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