• v.l.n.r.: Volker Geyer, Bundesvorsitzender der DPVKOM, Dr. Klaus von Dohnanyi, Vorsitzender des Hauptausschusses für Mindestarbeitsentgelte, Frank Stöhr, 1. Vorsitzender der dbb tarifunion

Gespräch über Mindestlöhne in der Call-Center-Branche

Am 11. April 2011 fand im Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein weiteres Gespräch über die Einführung von Mindestlöhnen in der Call-Center-Branche statt. Frank Stöhr, 1. Vorsitzender der dbb tarifunion, und Volker Geyer, Bundesvorsitzender der DPVKOM, tauschten sich mit Dr. Klaus von Dohnanyi, dem Vorsitzenden des Hauptausschusses für Mindestarbeitsentgelte, über die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen bei den reinen Call-Center-Dienstleistern aus.

Bereits im November 2009 hatte die dbb tarifunion dem Hauptausschuss für Mindestarbeitsentgelte den Vorschlag unterbreitet, die Festsetzung von Mindestarbeitsentgelten bei reinen Call-Center-Dienstleistern zu beschließen. Nach Ansicht der dbb tarifunion liegen in dieser Branche soziale Verwerfungen vor, da auch Vollzeitbeschäftigte häufig von ihrem Entgelt ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können. Stundenentgelte zwischen fünf und sechs Euro sind keine Seltenheit. Von den Mindestlöhnen würden rund 92.000 Beschäftigte in der Call-Center-Branche profitieren.

Der Hauptausschuss hat bisher noch nicht über den Vorschlag der dbb tarifunion zur Einführung von Mindestlöhnen in der Call-Center-Branche entschieden. Zur Unterstützung des Vorschlags führt die dbb tarifunion gemeinsam mit der DPVKOM derzeit eine Unterschriftenaktion durch. Die ausgefüllten Unterschriftenlisten können noch bis zum 15. Juni 2011 an die dbb tarifunion, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin, gesandt werden.

 

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