18. Bundesjugendtag der dbb jugend

Mehr Partizipation für Gewerkschaftsnachwuchs

Für eine stärkere Sichtbarkeit und mehr Partizipation der Gewerkschaftsjugend hat der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt anlässlich des 18. Bundesjugendtags der dbb jugend am 12./13. Mai 2017 in Berlin plädiert. Die dbb jugend ist die Nachwuchsorganisation des dbb beamtenbund und tarifunion und mit mehr als 150.000 Mitgliedern einer der größten Jugendgewerkschaftsverbände in Deutschland.

„Der Gewerkschaftsnachwuchs darf und soll sichtbar auftreten. Das gilt nicht nur für die vorderen Reihen von Tagungen oder das Fahnenschwenken bei Demonstrationen. Vertrauensleute, Personalvertreter und Betriebsräte vor Ort in den Dienststellen sollten sich beispielsweise nicht ausschließlich aus rentennahen Jahrgängen rekrutieren“, machte der dbb Chef deutlich und appellierte an die Jugendvertreter der über 40 dbb Mitgliedsgewerkschaften: „Engagiert Euch, bitte gerne auch als Funktionsträger in unseren Strukturen.“

 

Dauderstädt würdigte die Leistungen der dbb jugend in den vergangenen Jahren: „Wir sind stolz und dankbar für Euren Einsatz.“ So habe der Gewerkschaftsnachwuchs etwa mit seinem flächendeckenden Engagement während der Einkommensrunden bei Bund, Ländern und Kommunen sowie öffentlichkeitswirksamen Events wie den Ausbildungsstartaktionen, der Wertschätzungskonferenz gegen Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst, parlamentarischen Abenden und der „Talentschmiede“, einem individualisierten Training für junge Gewerkschafter, wertvolle Akzente gesetzt. Zudem sei es dem Engagement der dbb jugend zu verdanken, dass die CESI (Confédération Européene des Syndicats Indépendants/Europäische Union der Unabhängigen Gewerkschaften) als europäischer Dachverband des dbb seit 2013 auch eine eigenständige Jugend, die CESI Youth, wachsen sehe.

 

Sandra Kothe, seit September 2009 amtierende Vorsitzende der dbb jugend, forderte bei der Eröffnung des Bundesjugendtags, dass es in Sachen Jugendbeteiligung „nicht immer nur bei blumigen Versprechungen und symbolischem Kopftätscheln“ bleiben dürfe. „Es geht um institutionalisierte und damit nachhaltig gewahrte Generationengerechtigkeit“, betonte Kothe. „Dazu gehört eben auch eine wirksame Beteiligung und gewichtige Mitbestimmung bei wesentlichen Entscheidungen, die insbesondere die Zukunft der jungen Generation betreffen.“ Aus diesem Grund werde die dbb jugend auch weiterhin auf noch mehr Akzeptanz und Beteiligung des Nachwuchses drängen, kündigte Kothe an. „Die Etablierung von eigenständigen Strukturen und die Einforderung der notwendigen Partizipation junger Menschen an den Entscheidungsprozessen wird weiterhin die große Herausforderung der Jugendverbandsarbeit sein“, sagte Kothe, die bei den anstehenden Wahlen zur neuen dbb Bundesjugendleitung am 12. Mai 2017 nicht mehr kandidiert.

 

Der dbb Bundesjugendtag ist das oberste Beschlussgremium der dbb jugend und tritt alle fünf Jahre zusammen. Er wählt die neue dbb Bundesjugendleitung und legt die berufs- und jugendpolitischen Richtlinien der dbb jugend fest. In Berlin treffen sich dazu am 12./13. Mai 2017 insgesamt 180 Delegierte aus allen Mitgliedsverbänden der dbb jugend, erwartet werden auch zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Verbänden.

 

Aktuelle Infos zum 18. Bundesjugendtag gibt es online unter facebook.com/dbbjugend.

 

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