15. Januar 2016

Gestiegene Arbeitsbelastung muss sich im Gehalt widerspiegeln

Willi Russ im Interview
Willi Russ im Interview. Hier bei der dbb Jahrestagung 2016.

Die – auch angesichts der Flüchtlingsbewegung – deutlich gestiegene Arbeitsbelastung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst „muss sich im Gehalt widerspiegeln“. Das hat der Zweite Vorsitzende des dbb, Willi Russ, im Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“ (Ausgabe vom 15. Januar 2016) betont.

Zur Forderung in der Einkommensrunde 2016 sagte Russ, der Verhandlungsführer des dbb sein wird, der öffentliche Dienst dürfe nicht von der Lohnentwicklung in der Privatwirtschaft abgekoppelt werden.

 

Die Gewerkschaften gehen am 18. Februar mit ihrer Forderung in der Einkommensrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen an die Öffentlichkeit. Neben einer spürbaren Lohnerhöhung will der dbb auch eine unbefristete Übernahme aller Auszubildenden durchsetzen. „Die Befristung von Stellen im öffentlichen Dienst hat ein unsägliches Ausmaß erreicht“, sagte Russ. Derzeit gebe es meist nur Jahresverträge. Der Anteil der befristeten Stellen im öffentlichen Dienst sei mit 15 Prozent höher als in der Privatwirtschaft.