08. Dezember 2015

Einkommensrunde 2016: Die Beschäftigten sind gefragt

Elektronikerin bei der Bundeswehr
Die ersten dbb Plakate zur Einkommensrunde 2016: Elektronikerin/Bundeswehr, Hubschraubermechaniker/Bundespolizei, Integrationsfachkraft/Jobcenter, Kinderkrankenpflegerin, Müllwerker, Konsularbeamtin, Straßenwärter, Zollbeamter, Verwaltungswirtin

Am 18. Februar 2016 beschließen die dbb-Gremien die Forderung zur Einkommensrunde 2016 mit Bund und Kommunen. „Im Vorfeld sind die in den dbb Mitgliedsgewerkschaften organisierten Beschäftigten gefragt: Bei den Branchentagen können die Kolleginnen und Kollegen erklären, was ihnen besonders wichtig ist“, sagte der Zweite Vorsitzende und Fachvorstand Tarifpolitik Willi Russ am 8. Dezember 2015 in Berlin.

„Forderungen fallen nicht vom Himmel“, erklärte Russ. „Was wollen die Beschäftigten und was ist durchsetzbar? Das wollen wir ausführlich miteinander beraten. Deshalb sind die Branchentage auch keine Vortragsreihe, sondern leben von der Diskussion und vom Mitmachen.“ Im Länderbereich habe man mit den Branchentagen bereits gute Erfahrungen gemacht. „Mir hat das für meine Arbeit am Verhandlungstisch viel gebracht. Es ist wichtig, zu wissen, was vor Ort los ist – auch wenn es dabei über konkrete die konkreten Themen für die Einkommensrunde hinausging.“

 

Gleichzeitig solle bei den Branchentagen auch deutlich werden, dass auch die Beschäftigten in der Einkommensrunde gefordert sein werden. „Wir werden nur erfolgreich sein, wenn die Arbeitgeber wissen, dass die Kolleginnen und Kollegen auch wirklich hinter unseren Forderungen stehen. Daher werden bei den Branchentagen auch die Aktions- und gegebenenfalls Streikbereitschaft ein Thema sein.“

Start im Januar

Die Branchentag werden in der Zeit von Mitte Januar bis Mitte Februar 2016 durchgeführt. Am 18. Februar werden die dbb-Gremien die Forderung beschließen und Ende März startet die Einkommensrunde mit der ersten Verhandlungsrunde in Potsdam.

 

Von der Einkommensrunde 2016 sind die Arbeitnehmer des Bundes und der Kommunen betroffen. Das Ergebnis ist aber auch für die Bundesbeamten von großer Bedeutung. Denn in den letzten Jahren ist es dem dbb regelmäßig gelungen, dass der linearen Teil des Tarifergebnisses auf die Bundesbeamten zu übertragen. Das ist auch 2016 das Ziel. Da das kein Selbstläufer ist, sind ausdrücklich auch die Bundesbeamten aufgefordert, sich einzubringen.

 

Die Diskussion findet branchenspezifisch statt, damit die betroffenen Berufsgruppen ihre speziellen Sorgen und Vorstellungen vorbringen können. An welchen Orten und zu welchen Zeiten die einzelnen Branchentage genau stattfinden werden, stimmt der dbb aktuell mit den betroffenen Fachgewerkschaften ab. Aktuelle Infos zu Terminen und Orten werden rechtzeitig hier auf www.dbb.de veröffentlicht.