Warnstreiks im öffentlichen Dienst von Thüringen - Demo in Jena

Demo in Jena

Am 15. Februar 2017 wurden Teile des öffentlichen Dienstes von Thürin-gen durch Warnstreiks lahmgelegt. Die Beschäftigten wollen damit höhere Einkommen durchsetzen. "Am Donnerstag beginnt die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde. Die Arbeitgeber müssen liefern", sagte Helmut Liebermann, der Vorsitzende des tbb beamtenbund und tarifunion thüringen, bei einer Kundgebung in Jena.

Gefordert sind Einkommenserhöhungen um insgesamt 6 Prozent. Darin enthalten sind ein Mindestbetrag als soziale Komponente sowie die Einführung einer durchgängigen Stufe 6 in der Entgelttabelle. "Wir erwarten von der Thüringer Landesregierung, dass sie sich in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder für unsere Forderungen einsetzt. Das wäre ein dringend notwendiges Signal der Wertschätzung für den öffentlichen Dienst", so der tbb Vorsitzende.

 

Darüber hinaus erwarte der tbb konkrete Zusagen bezüglich der Übertragung des Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich. "Beamte und Versorgungsempfänger haben ebenso einen Anspruch auf Teilhabe an der guten wirtschaftlichen Entwicklung", sagte Liebermann. "Das wäre nicht nur ein starkes Bekenntnis zum Berufsbeamtentum, sondern auch ein wichtiger Schritt für die Nachwuchskräfte-Gewinnung."

 

Dass die laufende Einkommensrunde insbesondere für den Bereich der Lehrkräfte von großer Bedeutung sei, machte Bernd Fröhlich vom thüringer lehrerverband (tlv) deutlich: "Die Weiterentwicklung zur Paralleltabelle durch eine deutlich erhöhte Angleichungszulage, die stufengleiche Höhergruppierung und die Einführung der Stufe 6 ab Entgeltstufe 9 sind wichtige Forderungen in dieser Tarifrunde."

 

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