Öffentlicher Dienst demonstriert in Erfurt

Kundgebung in Erfurt
Der Vorsitzende des Thüringer Beamtenbundes Helmut Liebermann bei der Kundgebung am 2. Februar 2017 in Erfurt.

Vor der 3. Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder, die am 16. Februar 2017 in Potsdam beginnt, haben die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöht. In Erfurt versammelten sich rund 400 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes am Erfurter Fischmarkt und zogen mit einem Demonstrationszug von dbb und DGB Gewerkschaften gemeinsam vor die Staatskanzlei.

„Dem Grundsatz ´Gleicher Lohn für gleiche Arbeit´ müssen wir in dieser Tarifrunde wieder mehr Geltung verschaffen“, sagte der Landesvorsitzende des Thüringer Beamtenbundes Helmut Liebermann bei der Abschlusskundgebung vor der Staatskanzlei. „Die Einkommensschere, die sich zu den Arbeitnehmern in Bund und Kommunen geöffnet hat, muss dringend geschlossen werden.“ Auch zeigten sinkende Bewerberzahlen im Fachkräftebereich des öffentlichen Dienstes deutlich, dass es bei Eingruppierung und Bezahlung im Tarifbereich der Länder Nachholbedarf gibt: „Und das Geld dafür ist da! Es ist Zeit, den öffentlichen Dienst auch diesbezüglich wieder attraktiver zu machen!“

 

Für eine Aufwertung des Lehrerberufs stritt Bernd Fröhlich vom Thüringer Lehrerverband (tlv): Die Etablierung der Stufe 6 in der Länder-Gehaltstabelle und die Weiterentwicklung des Tarifvertrages zur Eingruppierung von Lehrkräften seien zwei wichtige Forderungen in dieser Tarifrunde und „eine realistische Chance, das Einkommen der Tarifbeschäftigten Lehrkräfte im öffentlichen Dienst der Länder zu verbessern.“

Peter Gierke von der komba gewerkschaft für den Kommunal- und Landesdienst unterstrich die Solidarität zwischen den Statusgruppen: Tarifbeschäftigte und Beamte stünden nicht nur gemeinsam für die Forderung nach einem gerechten Tarifergebnis ein, „sondern auch für die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten.“

 

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