dbb jugend-Chefin Kothe: „Jetzt muss ein Angebot her!“

Sandra Kothe und Willi Russ auf der Demo

Die Einkommensrunde 2017 für die Beschäftigten der Länder geht am 16. Februar 2017 in Potsdam in die dritte Runde. Die Arbeitgeber ließen zwei Verhandlungsrunden ohne Angebot verstreichen. dbb jugend-Chefin Sandra Kothe findet das enttäuschend: „Wir haben mit der Tarifforderung unsere Karten auf den Tisch gelegt: wichtig ist für uns, dass es neben der linearen Tariferhöhung für alle Landesbeschäftigten auch deutliche Verbesserungen für die Jungen gibt. Wir fordern eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 90 Euro und die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung.“

Aus Sicht der dbb jugend ist das Verhalten der Arbeitgeber besonders frustrierend: „Damit wird den Auszubildenden im öffentlichen Dienst von den Arbeitgebern wieder einmal klar gezeigt, dass ihr Einsatz nicht wertgeschätzt wird“, kritisierte Sandra Kothe: „Wir haben bisher unsere Positionen mit Mahnwachen und Demonstrationen deutlich gemacht. Wir haben noch viel Energie, uns geht die Kraft noch lange nicht aus!“

 

Die Kernpunkte der dbb-Forderung im Überblick: 

  • Erhöhung der Entgelte für alle Auszubildenden um 90 Euro und des Urlaubsanspruchs auf 30 Tage
  • Übernahme aller Auszubildenden der Länder
  • Übernahme von Ausbildungskosten durch die Arbeitgeber
  • 6 Prozent Gesamtforderung, darin enthalten:
    - Mindestbetrag als soziale Komponente
    - Einführung einer Stufe 6 ab Entgeltgruppe 9
  • stufengleiche Höhergruppierung
  • Laufzeit 12 Monate
  • Zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Tarifeinigung auf die Beamten der Länder und Kommunen
  • Weiterentwicklung der Entgeltordnung für Lehrkräfte (Erhöhung der Angleichungszulage)

 

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