Wirtschaft

Ein zentraler Pfeiler der sozialen Marktwirtschaft ist nach Auffassung des dbb ein Staat, der den Ordnungsrahmen für Unternehmen und Bürger setzt. Ohne (Verkehrs-)Infrastruktur, ohne Bildungseinrichtungen, ohne innere und äußere Sicherheit – um nur einige essentielle staatliche Leistungen zu nennen – wäre die ökonomische Stärke Deutschlands nicht vorstellbar. Die hieraus abgeleiteten Werte wie Rechtsfrieden und sozialer Frieden sind unabdingbare Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit eines erfolgreichen und wohlhabenden Gemeinwesens.

 

Weder das „laissez-faire“ einer staatsfreien Wirtschaft noch die Zentralverwaltungswirtschaft können die Antwort liefern, die zur Bewältigung der Probleme einer modernen arbeitsteiligen Wirtschaft beitragen. Unternehmen und Bürger sind auf ein starkes – demokratisch legitimiertes – Verfassungs-, Sozial-, Arbeits-, Eigentums-, Vertrags-, Gesellschafts- und Patentrecht angewiesen. Der Rahmen der staatlich gesetzten Rechtsnormen ist unerlässlich für ein wirtschaftlich erfolgreiches und menschenwürdiges Dasein und Voraussetzung für Produktion, Handel und Arbeit.

 

Aktuell befindet sich die deutsche Volkswirtschaft in guter Verfassung, allerdings wird für 2012 mit einer konjunkturellen Abkühlung gerechnet. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben in ihrem Herbstgutachten die Prognose für das Wachstum 2012 nach unten korrigiert.

 

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für 2011 ein Wachstum in Höhe von 2,9 Prozent, 2012 steigt das Bruttoinlandsprodukt demnach nur noch um 0,8 %. Aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise und der daraus resultierenden Unsicherheit wird die inländische und ausländische Nachfrage nach Einschätzung der Institute nicht mehr in gleichem Maße zunehmen wie in 2011.

 

Der Arbeitsmarkt stellt sich für die Wissenschaftler weiterhin als außerordentlich robust dar. Die Zahl der Arbeitslosen wird von durchschnittlich für 2011 erwarteten 2,968 Millionen in 2012 auf 2,815 Millionen sinken. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7 Prozent in 2011 und 6,7 Prozent im Jahr 2012. Zum Vergleich: 2010 lag die Zahl der Arbeitslosen bei 3,238 Millionen, das entsprach einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent.

 

Die Preissteigerungsrate wird nach 1,1 Prozent im vergangenen Jahr in 2011 voraussichtlich auf 2,3 Prozent steigen. Für 2012 rechnet man wieder mit einer leichten Abschwächung auf 1,8 Prozent.

 

Stand: Oktober 2011

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