Seit dem Jahre 2007 legen das Meinungsforschungsinstitut forsa und der dbb beamtenbund und tarifunion alljährlich mit der "Bürgerbefragung öffentlicher Dienst“ eine umfassende demoskopische Erhebung zu Kernthemen des öffentlichen Dienstes und der staatlichen Aufgabenerfüllung vor. Die Umfrage 2011 wurde am 20. Oktober 2011 im dbb forum berlin der Presse vorgestellt und steht jetzt online zur Verfügung.
Auf diese Weise werden längerfristige Entwicklungslinien - Veränderungen im Urteil der Bürger über die staatlichen Leistungen und deren Garanten aber auch im Selbstbild der Beschaftigten des öffentlichen Dienstes - besser nachgezeichnet. Die Bürgerbefragung bietet deshalb eine ausgezeichnete Basis für alle Diskussionen um eine weitere Modernisierung und Stärkung des öffentlichen Dienstes. Denn die von dbb und forsa ermittelten Daten und Entwicklungsverläufe ermöglichen einen fairer Umgang mit diesen Themen und damit eine versachlichte Debatte.
Der Meinungstrend der letzten Jahre ist dabei eindeutig. In Zeiten wirtschaftlicher Krisen verlassen sich die Bürgerinnen und Bürger besonders auf die Kontinuität und Qualität staatlicher Dienstleistungen: Das Ansehen der Beschäftigten wächst.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass dieser positive Imagewandel des öffentlichen Dienstes auch nach Abflauen der Krise im Wesentlichen anhält und die Umfragewerte nicht auf ihr Ausgangsniveau zurückfallen. Hier scheint es einen langfristigen Lerneffekt zu geben: Für die Menschen ist der Staat nicht mehr vor allem Kostenfaktor, sondern sie verlassen sich darauf, dass er ihnen eine verlässliche Grundversorgung sichert.
Auch wenn Flexibilität Bürgerorientierung und Leistungsbereitschaft längst Selbstverständlichkeiten im dienstlichen Alltag sind, haben manche Vorurteile und Klischees über die Beschäftigten des Staates allerdings immer noch Bestand. Umso erfreulicher ist, dass der Haupttrend eindeutig auf eine nachhaltige generelle Imageverbesserung hinweist