11. Juli 2014

Fachbroschüre zum Gender Budgeting in der öffentlichen Verwaltung

Frauenpoltische Fachtagung 2014
Bild: eb-picture - Fotolia.com

Wie kann es gelingen, Gleichberechtigung für Frauen in allen Bereichen in Deutschland zu erreichen? Ein Lösungsansatz kann Gender Budgeting sein. Dabei ist es das Ziel, durch eine geschlechtsspezifische Analyse der öffentlichen Haushalte, die Verteilung der öffentlichen Finanzen gerecht zu steuern. Wie Gender Budgeting in der Praxis funktioniert und welche Analysemöglichkeiten bestehen, zeigt die dbb bundesfrauenvertretung in der aktuellen Online-Broschüre „Was verdient die andere Hälfte des Himmels? Genderbudgeting als Gerechtigkeitsgebot“. Der Leitfaden ist eine umfassende Argumentationshilfe für alle, die sich mit der Implementierung von Gender Budgeting befassen und auf Widerstände stoßen.

Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, stellte die neue Broschüre in Berlin am 11. Juli 2014 vor und machte deutlich: „Es ist an der Zeit, dass Gender Budgeting in Deutschland gesellschaftsfähig wird. Die Möglichkeit, Gleichstellung über einen kontrollierten Einsatz von Steuermitteln zu erreichen, muss ergriffen werden. In Deutschland passiert in dieser Hinsicht derzeit zu wenig. Die verschiedenen Aspekte geschlechtersensibler Haushaltsbudgetierung zeigen wir mit der Fachbroschüre auf und liefern neue Denkanstöße.“

 

Die Broschüre fasst die Ergebnisse der 11. Frauenpolitischen Fachtagung vom 25. März 2014 zusammen und bietet praktische Beispiele für die Umsetzung von Gender Budgeting auf europäischer, landes- und kommunaler Ebene: So erläutert etwa Angelika Flatz, Sektionschefin Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation im Bundekanzleramt Österreich, wie in Österreich Gender Budgeting erfolgreich unter dem Etikett „Verwaltungsmodernisierung“ in der Verfassung verankert ist und welche positiven Konsequenzen ein transparenter Bundeshaushalt bietet.

 

Mit weiteren Beiträgen von Helene Wildfeuer (Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung), Dr. Ralf Kleindiek (Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Klaus Feiler (Staatssekretär der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin), Marion Böker ( Beraterin für Menschenrechte und Genderfragen) und Dr. Regina Frey (Genderforscherin, genderbüro Berlin).

 

Die Fachtagungsbroschüre „Was verdient die andere Hälfte des Himmels? Genderbudgeting als Gerechtigkeitsgebot“ kann per E-Mail an frauen@dbb.de bei der Geschäftsstelle der dbb bundesfrauenvertretung bestellt werden und steht hier als Download bereit.

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