
Mehrere Tausend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus dem Saarland sind am 27. März 2012 in den Ausstand getreten und haben im Rahmen der bundesweiten Warnstreikaktionen, zu der die dbb tarifunion ihre Mitglieder bei Bund und Kommunen aufgerufen hatte, für bessere Einkommensbedingungen demonstriert. Nach Demonstrationszügen zum Tblissier Platz in Saarbrücken machten rund 5.000 Beschäftigte auf der zentralen Kundgebung deutlich, dass sie für die dritte Verhandlungsrunde am 28. März 2012 in Potsdam ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber erwarten.
„Wir lassen uns nicht mit Rechenkunststückchen der Arbeitgeber abspeisen, die uns am Ende nicht mal den Inflationsausgleich bringen. Wir sind nicht nur enttäuscht. Wir sind wütend über diese Haltung“, sagte der 2. Vorsitzende der dbb tarifunion Willi Russ auf der Kundgebung. „Wir, der öffentliche Dienst, sind Garant dafür, dass Deutschland auf hohem Niveau funktioniert. Das ist aber nicht zum Nulltarif zu haben! Es werden Milliardensummen in die Finanzmärkte gepumpt, und für diejenigen, die unser Land funktionsfähig halten, ist nichts da? Das ist der blanke Hohn“, so Russ. Der Rückstand zum Einkommensniveau der Privatwirtschaft habe sich inzwischen auf etwa 7,4 Prozent aufgestaut und wachse von Jahr zu Jahr. „Die Bereitschaft der Betroffenen, für ihre Belange auf die Straße zu gehen, wächst mit jeder Aktion“, bekräftigte Russ. „Wenn es kein vernünftiges Arbeitgeberangebot gibt, werden wir den Druck weiter erhöhen.“
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