Stöhr: Streikrecht darf nicht angetastet werden

Zur Tarifauseinandersetzung am Frankfurter Flughafen
Fotomontage: dbb (Quelle: Fotolia)

Die Tarifauseinandersetzung am Frankfurter Flughafen muss nach Auffassung des dbb von den dortigen Tarifvertragsparteien gelöst werden. Frank Stöhr, 1. Vorsitzender der dbb tarifunion, sagte am 22. Februar 2012 zum Streik der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), es gebe hierzu einen konstruktiven Vorschlag des von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Schlichters Ole von Beust.

Zugleich warnte der dbb Vize vor einer gesetzlich verordneten Tarifeinheit, wonach nun „von Seiten der Arbeitgeberverbände natürlich sofort wieder gerufen wird“. Stöhr: „Eine solche gesetzliche Regelung würde die grundgesetzlich garantierte Koalitionsfreiheit aushebeln und wäre verfassungsrechtlich nicht haltbar. Sie würde das Streikrecht für einen Großteil der organisierten Gewerkschaftsmitglieder ins Leere laufen lassen. Dies wäre ein massiver Schaden für die seit Jahrzehnten bewährte Sozialpartnerschaft und Tarifpluralität in Deutschland.“

 

Eine gesetzliche Einschränkung des Streikrechts würde für die Gesellschaft und den Staat einen wesentlich höheren Schaden verursachen, als die Wirkungen dieser begrenzten Tarifauseinandersetzungen. Auf der anderen Seite müssten sich natürlich auch alle Gewerkschaften „immer die Frage der Verhältnismäßigkeit ihrer Arbeitskampfmaßnahmen stellen“, sagte Stöhr der „Süddeutschen Zeitung“ (Ausgabe vom 22. Februar 2012).

 

Mehr zum Thema

Streik

Koalitionsfreiheit

Die Songs zur Einkommensrunde

„Wenn der Tarif nicht richtig steigt“

Sie benötigen einen Flashplayer



„Fairer Lohn für gute Arbeit“

Sie benötigen einen Flashplayer

Songs der Band FairPlay zur Einkommensrunde öffentlicher Dienst 2012. Zum download

Videos

Einkommensrunde 2012: Proteste in Frankfurt Einkommensrunde 2012: Warnstreik in Frankfurt

Junge Beschäftigte protestieren vor Arbeitgeberzentrale

Einkommensrunde 2012: Warnstreik in Neuss Einkommensrunde 2012: Warnstreik in Neuss

Stöhr: Beschäftigte brauchen faire Bezahlung

Verhandlungsbeginn in Potsdam Kein Arbeitgeberangebot in der Einkommensrunde öffentlicher Dienst 2012

Stöhr: „Diese Blockade ist inakzeptabel“

dbb-Truck in Bonn „Es muss dringend ein Zeichen gesetzt werden!“

dbb Truck in Bonn

dbb-Truck in Kiel „Beschäftigte im öffentlichen Dienst brauchen eine Perspektive!“

dbb Truck in Kiel

dbb-Truck startet in Berlin „Starkes Land – faire Löhne!“

dbb Truck startet in Berlin

Einkommensrunde 2012 Poster
Einkommensrunde 2012, Downloads